Systemisches Coaching
Was bedeutet „Systemisches Coaching“?
Systemisches Coaching ist eine prozessorientierte Begleitung, in der der Coach einen professionellen Reflexionsrahmen gestaltet. In diesem Rahmen entwickeln Klient:innen eigene, passende Lösungen – Lösungen, die aus ihrer Sicht hilfreich sind und neue Denk, Fühl- und Handlungsmöglichkeiten eröffnen.
Coaching findet dabei im Dialog auf Augenhöhe statt: Klient:innen sind Expert:innen für ihre Anliegen, Ziele und Lösungen – der Coach ist Experte für die Steuerung und Gestaltung des Coaching-Prozesses.
Kurz gesagt: Coaching ist eine ziel- und lösungsorientierte Reflexionshilfe Es unterstützt Menschen darin, klarer zu werden, neue Perspektiven zu entwickeln und handlungsfähiger zu werden.
Was bedeutet die Systemische Grundhaltung?
Systemische Ansätze basieren auf einem Menschenbild, das geprägt ist von Respekt vor Autonomie sowie Wertschätzung gegenüber Personen und ihren sozialen Systemen. Sie unterstützen Wachstum und Reifung – auf persönlicher wie sozialer Ebene.
Die Grundhaltung Systemischer Coaches ist gekennzeichnet durch:
- Achtung und Respekt
- Wertschätzung und Offenheit
- Vertrauen in Entwicklung und Selbstwirksamkeit
Welche wesentlichen Merkmale zeichnen systemisch arbeitende Coaches aus?
Systemisch arbeitende Coaches …
gestalten eine positive, tragfähige Beziehung
Sie bauen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung auf – professionell und auf Augenhöhe.
unterstützen Klient:innen, eigene Lösungen zu entwickeln
Sie geben keine Lösungen vor, sondern fördern die Fähigkeit, selbst passende Lösungen zu finden – und unterstützen die „Lösungsreife“.
erweitern Wahl- und Handlungsmöglichkeiten
Sie ermöglichen neue Perspektiven und helfen, neue Denk- und Handlungsmuster zu entwickeln.
fokussieren Ressourcen und Kompetenzen
Der Blick richtet sich auf Stärken, Potenziale und Zukunftsziele – weniger auf Defizite und Problemfixierung.
betrachten Klient:innen als Expertinnen
Kunden werden als komptent und autonom betrachtet und damit voll und ganz als Experten für ihre Lebensgestaltung angesehen. Klient:innen entscheiden, was für sie hilfreich ist. Der Coach gestaltet den Prozess – nicht die Inhalte.
sie betrachten Menschen in ihren Beziehungen und Kontexten
Klient:innen werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines sozialen und organisationalen Systems. Im Fokus stehen Wechselwirkungen, Muster und Dynamiken – also die Frage: Was beeinflusst was, und wie wirkt es zusammen?Statt nach einfachen Ursachen oder „Schuldigen“ zu suchen, wird die Komplexität des Systems reflektiert.
arbeiten reflektiert und professionell
Systemische Coaches verpflichten sich zu Selbstreflexion, Supervision und kontinuierlicher Fortbildung.
Welcher Verhaltenscodex ergibt sich daraus?
Systemische Coaches …
begegnen Klient:innen und deren Anliegen mit Respekt und Wertschätzung
hören aktiv zu und stellen klärende, weiterführende Fragen
vermeiden vorschnelle Ratschläge und halten eigene Bewertungen zurück
fördern Ressourcen-, Kompetenz- und Lösungsorientierung
nutzen Fragen, die Perspektivwechsel ermöglichen und Entwicklung anregen
- sie laden durch Fragen zu inneren Erkundungsprozessen ein.
Coaching professionell auszuüben bedeutet auch: bereit zu sein, an sich selbst arbeiten – und sich als Coach kontinuierlich weiterzuentwickeln.





