Inhalte der Systemischen Coaching-Ausbildung - Curriculum II

Phase II - Coachinghaltung vertiefen und persönliche Entwicklung stärken.

Nach erfolgreichem Abschluss von Curriculum I können Sie mit Curriculum II Ihre Coaching-Kompetenz sowie Ihre Coaching-Haltung gezielt vertiefen und erweitern – zugleich steht Ihre persönliche Weiterentwicklung als Coach im Mittelpunkt.

Curriculum II umfasst:

  • fünf zweitägige Module
  • zwei eintägige kollegiale Praxisreflexionen
  • eine schriftliche Abschlussarbeit über einen von Ihnen eigenständig durchgeführten Coaching-Prozess
 

Die Ausbildung wird von erfahrenen Lehrcoaches begleitet, die jeweils ihre spezifischen Schwerpunkte und Perspektiven einbringen.

Modul 6

Arbeit mit szenischen Verfahren im Coaching (2 Tage)

Leitung: Elke Sieger

  • Den eigenen Standort sowie persönliche Entwicklungsziele als Coach reflektieren und klären.
  • Intuition und Wahrnehmung im Coaching bewusst einsetzen und durch gezielte Übungen schärfen.
  • Zentrale Grundprinzipien systemischer Aufstellungsarbeit kennenlernen und einordnen.
  • Szenische Verfahren im Coaching praktisch erproben und ihre Wirkung reflektieren.
  • Systemaufstellungen im Einzelcoaching mit Figuren praktisch trainieren.
  • Beim Aufstellen Hypothesen bilden und für den Coachingprozess nutzen.
  • Mit dem Einflussrad arbeiten, um biographische Prägungen und  Entwicklungsmuster im Coaching sichtbar zu machen.

Modul 7

Emotionsarbeit und Prozesssteuerung im Coaching (2 Tage)

Leitung: Carolin Pfau

  • Neurowissenschaftliche Erkenntnisse verstehen und gezielt für Coachingprozesse nutzen.
  • Stabilisierende und ressourcenorientierte Techniken zur Selbstregulation und Selbststärkung anwenden.
  • Mit tranceinduzierten Kontrastierungstechniken arbeiten, um Emotionen im Coaching bewusst wahrzunehmen und zu regulieren.
  • Live-Coachings mit der Problem-Ziel-Aufstellung nach Varga von Kibéd durchführen, um Zielklarheit und Veränderungsimpulse zu fördern.
  • Konzepte der Transaktionsanalyse nutzen, um die eigene Prozesskompetenz als Coach zu erweitern.

Kollegiale Praxisreflexion (1 Tag)

  • Live-Coachings in der Peergroup durchführen und anhand strukturierter Feedbackmethoden reflektieren.
  • Eigene Coaching-Prozesse im Rahmen von Supervision auswerten.
  • Erfahrungen aus der Coachingpraxis gemeinsam reflektieren und persönliche Lernimpulse ableiten.

Modul 8

Konfliktkompetent als Coach (2 Tage)

Leitung: Bernadette Winkler-Röll

  • Die eigene Konfliktpersönlichkeit reflektieren und ein Verständnis für Funktionen von Konflikten entwickeln.
  • Systemische Interventionen zur Begleitung von Konfliktprozessen kennenlernen und praxisnah erproben.
  • Konfliktdynamiken erkennen und Ansatzpunkte für wirksame Interventionen ableiten.
  • Strategien zur konstruktiven Selbstregulation in Konfliktsituationen erweitern und anwenden.
  • Konfliktsituationen im Coaching systematisch analysieren und zielführend begleiten.
  • Typische Stolperfallen im Konfliktcoaching erkennen und professionell damit umgehen.
  • Die eigene Haltung im Umgang mit Konflikten schärfen und professionell einsetzen.

Modul 9

Identifikation von Lebensthemen im Coaching (2 Tage)

Leitung: Elke Sieger/Rita Baus

  • Die eigene Rolle und Haltung als Coach in der Arbeit mit persönlichen Lebensthemen reflektieren und weiterentwickeln.
  • Achtsamkeit als Coach stärken, um mögliche Lebensthemen bei Klient:innen sensibel wahrzunehmen.
  • Live-Coachings im Rahmen der Selbsterfahrung durchführen, um eigene Lebensthemen zu erkunden und zu reflektieren.
  • Emotional bedeutsame Themen achtsam anstoßen und im Coachingprozess professionell begleiten.
  • Kommunikationsmodelle als Wegweiser nutzen, um persönliche Lebensthemen zu erschließen und zu bearbeiten. 
  • Die Methode der „4 Felder Lebens-Zwischen-Bilanz“ selbsterfahrungsorientiert anwenden.
  • Mit dem Inneren Team nach Schulz von Thun arbeiten, um innere Dynamiken und Lebensthemen sichtbar zu machen.

 

Hinweis: Dieses Modul hat einen ausgeprägten Selbsterfahrungscharakter und findet in einem geschützten, konzentrierten Rahmen statt. Am ersten Tag endet das Modul um 20 Uhr, am zweiten Tag um 18 Uhr.

Kollegiale Praxistreflexion (1 Tag)

  • Live-Coachings in der Peergroup durchführen und anhand strukturierter Feedbackmethoden reflektieren.
  • Eigene Coaching-Prozesse im Rahmen von Supervision auswerten.
  • Erfahrungen aus der Coachingpraxis gemeinsam reflektieren und persönliche Lernimpulse ableiten.

Modul 10

Coachingpraxis und professionelle Positionierung (2 Tage)

Leitung: Elke Sieger

  • Live-Coachings mit externen Klient:innen im Tandem durchführen und damit die eigene Coachingkompetenz im geschützten Ausbildungsrahmen zeigen.
  • Unterschiedliche Coaching-Methoden situationsgerecht auswählen und flexibel im Coachingprozess einsetzen.
  • Coachingprozesse gemeinsam reflektieren und daraus konkrete Entwicklungsansätze ableiten.
  • Die individuelle Abschlussarbeit vorbereiten und strukturiert entwickeln.
  • Die eigene Positionierung als systemischer Coach im beruflichen Kontext reflektieren und nächste Entwicklungsschritte planen.
  • Die wichtigsten Lernerfahrungen aus der Ausbildung integrieren und den persönlichen Entwicklungsweg als Coach bewusst gestalten.