Systemisches Coaching
Was bedeutet systemisches Coaching?
Systemisches Coaching ist eine prozessorientierte Form professioneller Begleitung. Der Coach gestaltet einen strukturierten Reflexionsrahmen, in dem Klient:innen eigene, passende Lösungen entwickeln können. Ziel ist es, neue Perspektiven zu eröffnen und nachhaltige Handlungsfähigkeit zu fördern.
Coaching findet im Dialog auf Augenhöhe statt. Klient:innen sind Expert:innen für ihre Anliegen und Lebenskontexte, der Coach verantwortet die Gestaltung des Prozesses – nicht die inhaltlichen Lösungen.
Kurz gesagt: Systemisches Coaching ist eine ziel- und lösungsorientierte Reflexionshilfe, die Klarheit, Perspektivwechsel und Entwicklung unterstützt.
Die systemische Grundhaltung
Systemische Ansätze beruhen auf einem Menschenbild, das Autonomie, Selbstwirksamkeit und Entwicklungsfähigkeit betont. Menschen werden stets im Kontext ihrer sozialen und organisationalen Systeme betrachtet.
Zentrale Merkmale sind:
- Respekt und Wertschätzung
- Ressourcen- und Lösungsorientierung
- Offenheit für unterschiedliche Perspektiven
- Vertrauen in eigenständige Lösungsentwicklung
Was systemisch arbeitende Coaches auszeichnet
Systemische Coaches …
- gestalten eine tragfähige, professionelle Arbeitsbeziehung
- fördern eigenständige Lösungsfindung, statt Ratschläge zu geben
- erweitern Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten
- fokussieren Ressourcen, Kompetenzen und Potenziale
- berücksichtigen Wechselwirkungen im sozialen und organisationalen Kontext
- arbeiten reflektiert und verpflichten sich zu kontinuierlicher Weiterentwicklung
Aus dieser Haltung ergibt sich ein klarer professioneller Anspruch: respektvoller Dialog, strukturierte Prozessführung und konsequente Lösungsorientierung.
Diese systemische Grundhaltung bildet die fachliche Basis unserer Coaching-Ausbildung und prägt Methodik sowie didaktische Gestaltung.
Systemisches Coaching in vier Kernaussagen
1. Haltung vor Methode
Systemisches Coaching basiert auf einer professionellen Grundhaltung: Respekt vor Autonomie, Vertrauen in Entwicklung und Arbeiten auf Augenhöhe.
2. Prozess statt Ratschlag
Der Coach gibt keine Lösungen vor. Er gestaltet einen strukturierten Reflexionsprozess, in dem Klient:innen eigene, tragfähige Lösungen entwickeln.
3. Kontext im Blick
Menschen werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang ihrer Rollen, Beziehungen und organisationalen Systeme. Wechselwirkungen und Dynamiken werden bewusst einbezogen.
4 .Ressourcen und Kompetenzen
Im Fokus stehen Stärken, Potenziale und neue Perspektiven. Ziel ist es, Ressourcen und Kompetenzen zu (re-)aktivieren und damit konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.





